Verkabelung des Tunnelbergs

Mit der Verlegung von Kabeln kann man tatsächlich viel Zeit verbringen. Auf dem Tunnelberg müssen vor dem Einbau der Gebäude und der Landschaftsgestaltung zwei Weichenlaternen-Beleuchtungen, zwei Gebäudebeleuchtungen, zwei Lampen für Bahnsteig und Güterbereich und zwei Gleissperrsignale installiert werden.

Da sich die Kabel nicht so gut durch die dicken Styroporblöcke führen lassen und zudem ja die Möglichkeiten durch die Tunnelröhren beschränkt sind, weiche ich auf zwei Verteilerplatten aus, die sich gut in der Stypropr-Auflage über den Tunnels versenken lassen. Dorthin führen geschlitzte Kanäle von den Standorten der jeweiligen Installationen. Für das Kabelbündel der zwei Leuchtzwerge gehe ich sogar über einen kleinen Kabelkanal außen an der rechten Anlagenkante. Dadurch lassen sich die Stecker für den m84-Decoder besser führen.

Beide Gebäude werden auf jeweils zwei Silitac-Platten höher gesetzt und zwischen das Bahnhofsgleis und das Durchgangsgleich kommt auch noch eine Plattenstärke.

Unterflur-Kabelsalat
Platzierung der Beleuchtung für die zwei Gebäude und der Lampen

Class 66 CargoNet

Im Jahr 2002 entstand aus der NSB Gods, der Güterverkehrssparte der Norwegischen Staatsbahnen, die CargoNet Group. Dort wurden Class 66-Lokomotiven bis 2012 eingesetzt, hauptsächlich auf den Nordlandsbanen.

Heute – und damit erfüllte sich die Prophezeiung vom letzten Posting der vergangenen Nacht – besuchte Märklin 39063 mit dynamischem Abgasausstoß den provisorisch errichteten Haltepunkt „Norgens“, der sehr wahrscheinlich anders heißen wird 😉

Kurzer Halt am Haltepunkt

Video auf YouTube:

Class 66 CargoNet auf Testfahrt

Norgens. Norgens!

Heute kam im Meise-Paket unter anderem auch der Bahnhof Norgens von Auhagen an. Er soll als kleiner Haltepunkt auf den Tunnelberg. Statt „Hintertupfingen“ aus dem MMC-Plan. Schnell mit der Grundplatte geschaut – ja – passt :-).

Hoch motiviert an den Bausatz. Schon die erste Wand zu bestücken, war eine Herausforderung. Jeder kleine Balkenansatz, jede Stütze, jedes extra angebrachte Brett mussten eingeklebt werden – eine irre Fummelei. Ich habe nun schon ein paar Bausätze von Auhagen gebastelt und bin auch immer wieder von der Qualität begeistert. Norgens war aber wirklich der aufwändigste Bausatz meines Modellbahner-Daseins. Vier (i.Z.: 4!) Stunden habe ich benötigt.

Dabei war das Patinieren diesmal überschaubar. Erst wollte ich so gut wie gar nichts machen, dann habe ich aber neben den Grundmauer-Ziegeln auch die Holzwände mit etwas verwässertem Grau behandelt und natürlich das Dach bearbeitet, es geht ja nicht mehr „ohne“.

Dieser Abend wird mir noch einige Zeit in Erinnerung bleiben – welch ein Aufwand für diesen kleinen Bahnhof. Ich finde ihn aber einfach zu schön und bestimmt zaubert er mir wenigstens ein klein wenig Skandinavien auf Burgstein. Vielleicht fährt ja bald eine norwegische Class 66 dran vorbei, wer weiß?

Zwischenergebnis nach 2 Stunden.
Bahnsteigseite, es fehlen noch die Bahnhofsuhr, ein Namensschild und die Fallrohre
Die Straßenseite

Tanke

Eigentlich war ich müde. Aber es muss auch in der Woche vorangehen … also habe ich mir etwas Kleines vorgenommen: die Dieselloktankstelle von Faller für das Bw. Nun ja. Wenn man es eben nicht glänzend haben will, malt man jedes Teil an. Und schön schmutzig machen!

„Kleinkram“ an der Trasse

Bevor ich nun das nächste Gebäude in Angriff nehme, ging es an einige „kleinere“ Dinge, die für den Einbau auf der Anlage vorbereitet werden mussten.

Da ist z.B. der Selbstbau-Bahnsteig by MMC aus zwei MDF-Holzleisten, die mit Faller-Mauerplatten und einem Pflasterstein-Belag von Busch beklebt werden. Während die Mauer-Dekoplatten ohne weitere Behandlung zugeschnitten wurden, brauchte der Steinbelag eine Behandlung mit sehr flüssigem Anthrazit und anschließend einem trockenen Hellgrau, ganz ähnlich wie bei der Natursteinmauer.

Links das Original, rechts mit Abtönfarbe begonnen
Fertig
Seiten beklebt. Wird zwischen die Gleise gesetzt und dann der Belag aufgeklebt.

Eine der Gleistrassen wird mit einer kurzen Brücken-Andeutung über den Flusslauf geführt. Die bisher gebaute Mauer passt leider nicht, da die langen D-Zug-Wagen damit kollidieren. Also aus „Resten“ eine niedrige Mauer geschnitten, Rückseiten und Köpfe grau gefärbt und die Geländer zum Aufsetzen in schwarz lackiert.

Mit den vorgesehenen Brückenstützen aus den im Basispaket Burgstein enthaltenen Styropor-Blöcken konnte ich mich nach einer ersten Farbbehandlung nicht anfreunden. Sie wirken für meinen Geschmack zu klobig, also habe ich die zu den Brücken Gehöreden 9,4cm-Pfeiler genommen. Diese grauen Plastikbausätze brauchten natürlich auch eine Patina in dunkelgrau, hellgrau und braun.

Immer zwei Pfeiler ergeben eine Stütze – davon werden vier benötigt

Morgen kann es dann an den Einbau dieser Teile gehen und auf dem Tunnelberg soll die Beleuchtung vorbereitet werden. Vielleicht ja sogar auch die Bahnsteigbeleuchtung.

Das ganze Sammelsurium…

Immer, immer, immer kolorieren!

Früher hätte ich mich ja nicht getraut. Aber seit dem Seminar „Kolorieren & Patinieren“ bei MMC kann ich nicht mehr anders. Fast alles wird beim Zusammenbau von Gebäuden noch einmal behandelt.

So heute auch der Güterschuppen für den Haltepunkt auf der Anhöhe. Ziegel MÜSSEN einfach mit weiß oder grau für die Fugen behandelt werden. Selbst schöne dunkelgrüne Türen und Tore bekommen etwas braun und weiß ab. Regenrinnen und Fallrohre werden schmutzig oder bekommen gleich eine andere Farbe. Die Kellerfenster werden schwarz statt plastik-beige. Das Gleiche passiert mit den glänzenden beigefarbenen Putzwänden und den Stahlklappen an der grüne Holzstirnseite. Der Beton wird gealtert. Selbst das Fachwerk verliert den Plastikglanz, wenn man mit brauner Acryl-Farbe einmal darüber geht.

Klar, so ein Bausatz braucht dann erheblich mehr Zeit, aber es lohnt sich!

Als Vergleich das Packungsfoto. Auch behandelt, aber mehr das Dach, als alles andere…

Natursteinmauer eingebaut

Heute nur ein Schmalspur-Feierabendprogramm auf dem Dachboden: Etwas Bodenfarbe verteilt, vor allem entlang der hinteren Rampe, damit die Natursteinmauer platziert werden konnte. Diese zugeschnitten und eingeklebt. Fertsch! Sieht ganz manierlich aus und nun kann der geneigte Besucher auch ohne Gewissensbisse hinter die Platte gelassen werden, auch da wird alles schick :-)!

Weitere Anpassungen dann beim Einschottern und „bepflanzen“…

Nachklapp am Feiertag

Am Nachmittag lief Fahrbetrieb durch den Mini-Eisenbahner und in der Zeit konnte ich den Felsen eine erste farbliche Struktur verpassen. Erstaunlich was ein helleres Grau schon hervorhebt.

Das Abendprogramm bestand aus dem Finish für die Heki-Dur-Mauerplatten, dem Fertigbau des Lokschuppens und dem Beginn des Patinieren das Lagerschuppens mit Bockkran von Faller, der auf der Anhöhe am Anlagerand platziert werden soll.

Trocken mit hellgrauer Abtönfarbe und Finish mit brauner Acrylfarbe
Noch ohne Fallrohre, werden erst bei der Platzierung auf der Anlage geklebt. Das Dach vom Schuppen ist mir noch zu intensiv, werde ich noch abschwächen.
Ein bisher schon länger vorhandenes Gebäude von Auhagen heute nachträglich patiniert. Geht auch.
Der Faller-Güterschuppen teilweise an den Spritzlingen patiniert

Felsen, Mauern, Lokschuppen und „S&A&S“

Das da oben in der Überschrift ist kein Tippfehler! Mehr dazu am Ende dieses Beitrags.

Nach Feierabend habe ich gestern die Felsen mit einem aufgehellten Anthrazit grundiert.

Felswand hinter dem Gasthaus
… am Tunnelportal
… zwischen den Rampen

Danach ging es am „Arbeitstisch“ an die Grundierung der Heki-Dur-Mauerplatten für die hintere Rampe. Erst einmal schwarz grundieren, damit die Fugen nachher dunkel sind, bevor die eigentliche Färbung mit Grau- und Brauntönen folgt. Dazu verwende ich die Allejo-Acryl-Farben, die ich beim Seminar „Kolorieren und Patinieren“ bei MMC bekommen hatte. Sind für die Modellbau-Sätze wirklich sehr schön.

Stark verdünntes Schwarz
Der Unterschied

Etwas später dann habe ich den einständigen Lokschuppen, bei dem ich schon teilweise vorgearbeitet hatte (Ziegel, Türen und Tore patinieren, Wandteile komplett kleben) weiter gebaut. Er ist von Auhagen aus der „Serie“ von Gebäuden preussischer Bauart, passend zum Bahnhof Krakow.

Vorarbeiten ausgelegt und nun werden Regenrinnen, Fallrohre und Ablufthutze grün eingefärbt
Zwischenergebnis deutlich nach Mitternacht …
… hier mit Anbau
Der Wasserturm als separates Gebäude und nicht als optional möglicher Anbau

Nun fehlen noch einige Kleinigkeiten und ein finales Farbfinish, vor allem für die Dächer und an den Fassaden. Dann gilt es, das Gebäude auf der Anlage zu anzupassen, damit da auch eine Dampflok unfallfrei hinein und wieder herauskommt.

Nach einer kurzen Schlafpause wurde dann am Spätvormittag noch ordentlich durch die kleinen Fahrdienstleiter Betrieb gemacht, während ich die Vorbereitungen für die Stellprobe des Lokschuppens „nebenbei“ gemacht habe.

Die von Meise erfundene Zauberformel „S&A“ für Burgstein, soviel wie „Styropor & Acryl“ muss eigentlich durch ein weiteres „S“ für „Silitac“ ergänzt werden. Die Trittschallplatten sind ein gutes Mittel zur Schalldämmung der C-Gleise im sichtbaren Bereich und lassen sich hervorragend bearbeiten. Zudem bieten sie von der Höhe/Stärke die gute Voraussetzung, auch zwischen den C-Gleisen eingesetzt zu werden, um das Niveau zum Gleis auszugleichen.

Das bietet sich im Bw natürlich an und ist für den Lokschuppen fast schon Voraussetzung. Aber auch für den Güterschuppen, die Bekohlung und die Diesellok-Tankstelle ist der Ausgleich zum Bahndamm des C-Gleises natürlich willkommen.

Zudem haben die Platten auf der einen Seite eine Prägung aus kleinen Quadraten, besser: Linien, die beim Zuschneiden helfen. Färbt man diese später grau ein und patiniert sie, sieht das schon aus wie Waschbeton-Platten und so bekommt man auch gleich eine gute Grundstruktur für die Boden im Bw.

Die ersten Zuschnitte sind gemacht